Das Finale: Du vs. Dein innerer Schweinehund

Aktualisiert: vor 4 Tagen



Inhaltsverzeichnis


Erinnerst Du Dich noch an unseren „Did you know Sunday“ vom 11.04.2021? In dem Instagram-Beitrag hat Dich Audio-Outdoor Trainerin Lea von As Good As Pros bereits über die Vorteile von Sport in der Natur aufgeklärt.

Darauf aufbauend möchten wir Dir heute 10 Tipps verraten, wodurch Du Deine eigene Motivation steigern kannst, um beim Sport dran zu bleiben - ob Indoor oder Outdoor.


Denn wir alle wissen wie schwer es ist, sich eine eigene Sportroutine aufzubauen und dass dies nicht über Nacht geschieht. Auf dem Weg dorthin müssen wir oft viele Hürden überqueren.

Der schlimmste Endgegner ist in den meisten Fällen der sogenannte eigene innere Schweinehund. Den gilt es zu bekämpfen. Ist er einmal in die Enge getrieben, fällt es einem meist viel leichter die Routine einzuhalten - doch bis dahin ist viel Disziplin angesagt.

Du fragst Dich nun sicher, wie schaffe ich es, meinen inneren Schweinehund zu überwinden? Ist es nicht leichter Ausreden zu finden, die gegen eine Sporteinheit sprechen, z.B. “Das Wetter ist so schön, wir grillen am See.” oder “Das Wetter ist so schlecht, es regnet den ganzen Tag.”?


Wir wissen zu gut, wie schwer es manchmal sein kann, sich selbst zum Sport aufzuraffen. Aber weil wir von As Good As Pros ein großes Team voller sportbegeisterter Menschen sind und alle Tipps und Tricks für die eigene Sportroutine haben, wollten wir diese mit Dir und unserer gesamten Community teilen. Wir hoffen, dass Dir diese Tipps helfen werden, auch zu Deiner Sportroutine zu finden.

Motivationstipps vom As Good As Pros Team:



oben rechts ganz klein in der Ecke: Ariane

von oben links nach oben rechts: Janosch, Anna, Valeria, Lisa von Mitte links nach Mitte rechts: Philipp, Johannes, Nelli, Caro

von unten links nach unten rechts: Lea, Nico, Mikel



1. Tipp: Verabrede Dich mit anderen zum Sport oder vereinbare eine Challenge (Ariane, Caro, Janosch, Johannes, Mikel, Nelli)


Durch Sport mit anderen Menschen wird automatisch Dein Pflichtgefühl geweckt, auch wirklich zum vereinbarten Termin zu erscheinen (Ariane, Caro). Gleichzeitig entsteht ein positiver “Druck” Deinen Gegenüber nicht zu enttäuschen, sondern vielmehr zu beeindrucken (Janosch, Fitvolution). Durch eine gemeinsame Sport Session bist Du eher geneigt, Dich zum Sport aufzuraffen, anstatt Dir eine Ausrede auszudenken, warum es heute doch nicht klappt (Ariane, Mikel). Zudem könnt Ihr Euch gegenseitig motivieren, anfeuern und battlen, wenn Du Mitspieler oder Gegenspieler auf Augenhöhe um Dich hast (Johannes, Mikel). Somit schafft Sport in der Gemeinschaft, dass Du eigene Grenzen überschreitest und Sport, Spaß und Freunde miteinander vereinst.

2. Tipp: Mache daraus eine Gewohnheit: Feste Wochentage mit festen Uhrzeiten und optional einem festen Trainingsplan (Ariane, Caro,, Mikel, Valeria)

Durch das Festsetzen von bestimmten Tagen mit festen Uhrzeiten stellt sich Dein Unterbewusstsein bereits fest auf die geplante Sportstunde ein (Caro). So entsteht ganz schnell eine Gewohnheit, weil es einfach als festes Ereignis in der Woche abgespeichert ist, wie z.B. damals das Gruppentraining als Kind im Sportverein (Ariane). Das Einplanen von Sport als wiederkehrenden “Termin” in den Alltag verhindert, dass Du Ausreden suchst, keinen Sport zu machen bzw. diese Zeiten mit anderen Dingen verplanst. Hierbei ist aber wichtig: Du solltest Dir nicht nur Zeit für Sport einplanen, sondern genauso Zeit für Regeneration nach dem Sport. Denn es ist vollkommen okay, mal nichts zu machen und auch wichtig für Deinen Körper, nicht jeden Tag ausgiebig Sport zu treiben (Laufvernarrt). Denn die Freude am Sport sollte nie vergehen und schon gar nicht, weil der Körper zu erschöpft für die nächste Runde ist. Weiterhin kann es hilfreich sein, dem eigenen sozialen Umfeld von Deinen Sportzeiten und Sportzielen zu berichten - so werden sie Dich zu Deinen Sportzeiten nicht nach einer Verabredung fragen und erinnern Dich vielleicht sogar an Deine Fortschritte, solltest Du mal einen sportlichen Tiefpunkt haben (Ariane, Caro, Fitvolution).

Eine Person läuft auf der Brücke mit As Good As Pros

Zusätzlich empfehlen wir Dir, für Dich selbst herauszufinden, wann Du am besten sportlich aktiv sein kannst (Valeria). Uns persönlich fällt es morgens vor der Arbeit und sogar vor dem Frühstück am leichtesten. Ab und zu quält es zwar, aber dadurch beginnen wir für uns den Tag mit einem gutem Gefühl, weil wir schon was für uns und unsere Körper getan haben (Ariane, Mikel, Valeria). Außerdem kann man sich so beim Sport auf das Essen danach freuen und auch ohne schlechtes Gewissen mehr essen (Mikel). Zudem ist trainieren auf nüchternen Magen in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. Warum? Lies es in unserem Artikel nach.

3. Tipp: Setze Dir kleine Ziele, die Dich individuell fördern (Ariane, Janosch, Lisa, Mikel)

Diesen Tipp würde ich persönlich als einen der wichtigsten einstufen, denn wenn Du Dir zu Beginn zu hohe Ziele setzt, ist auch die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns höher. Fang lieber klein an, indem Du zum Beispiel zweimal die Woche Sport in Deinen Tagesablauf integrierst (Ariane, ausdauerblog.de). Du wirst stolz auf Dich sein und neue Motivation daraus schöpfen, wenn Du dieses Ziel als erstes schaffst. Denn von 0 auf 100 zu beschleunigen ist nicht nachhaltig. Das Ziel ist ja der Aufbau einer langfristigen Sportroutine, anstatt sich kurzfristig zu übernehmen und die Frequenz dann nicht durchzuhalten.

Und solltest Du mal während eines Etappenziels Schwierigkeiten haben durchzuhalten, dann fokussiere Dich in dem Moment auf das Gefühl, was Du haben wirst, wenn Du durchhältst und denk Dir: “Ich kann das und wenn ich jetzt durchziehe, kann ich sehr stolz auf mich sein!” (Lisa). Also, steck Dir realistische Ziele, aber halte Dich dran, komme was wolle (Mikel). Wenn Du Deine ersten Ziele über einen längeren Zeitraum hast umsetzen können, solltest Du eine Anpassung bzw. Erweiterung Deiner Ziele im nächsten Schritt vornehmen (Janosch). Es kann bedeuten, die Anzahl der Sportstunden pro Woche zu erhöhen (z.B. von 2x auf 3x pro Woche Sport steigern) oder aber einen höheren Trainingseffekt je Einheit zu erzielen (z.B. schnellere Zeit für die gleiche Kilometer Länge bei einer Laufstrecke o.ä.).

Genauso empfiehlt es sich, je Sporteinheit realistische Ziele anhand der Tagesform zu setzen. Wenn Du merkst, dass Deine Motivation nicht auf dem Hochpunkt ist, solltest Du Dir ein wenig Druck nehmen (Janosch, Laufvernarrt). Denn lieber Du machst Sport mit einem Erfolgserlebnis, als wegen einer schwächeren Leistung hinterher enttäuscht zu sein. Versuche immer positive Emotionen mit Sport zu verbinden und höre dabei auf Deinen Körper (WELT). Deine Leistungen sollten Dich im Endeffekt zufrieden stellen und nicht für andere Menschen erzielt werden (Ariane, Janosch, Fitvolution, Laufvernarrt).

4. Tipp: Nutze das gute Wetter (Janosch, Lea, Nelli, Valeria)

Eine Frau macht Sport draußen

Nutze das gute Wetter, um sportlich aktiv zu werden. Gutes Wetter löst bei den meisten Menschen eine Art Glücksgefühl aus, wodurch sie aktiver werden und vieles einfacher fällt. Du wirst schnell merken, dass durch Sport an der frischen Luft Dein eigenes Stresslevel heruntergefahren wird und Du Dich ausgeglichener fühlst. Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass draußen Sport machen Dein Immunsystem und somit Deine Abwehrkräfte gegen Viren stärken kann.

5. Tipp: Erstelle eine gute Playlist mit Musik oder Podcasts für Deinen Sport (Ariane, Nelli, Mikel, Valeria)

Eine Frau hört auf Musik während des Workouts

Erstelle Dir am Besten eine Playlist mit Songs, die Dich motivieren, glücklich machen oder sogar zum mitsingen bewegen. Die Musik wird zum Katalysator Deiner Motivation und Du wirst noch mehr Freude beim Sport verspüren als sonst. Vor allem wird die Zeit beim Training wie im Fluge vergehen.

6. Tipp: Zähle bis drei und bei drei musst Du sofort aufstehen (Lisa)

Du kennst es sicher: Du hast Dir vorgenommen heute Sport zu machen, sitzt auf der Couch und sagst Dir selbst “Nach der Folge stehe ich auf und leg los!”. Das Ende der Folge naht, es bleibt spannend und die Couch und der Fernseher ziehen Dich quasi magisch an weiterzugucken, aber Deine innere Stimme sagt Dir “Du wolltest Sport machen” - also bist Du hin und hergerissen. Versuch es mal mit dieser Methode: Zähle bis drei und bei drei musst Du sofort aufstehen. Und während Du Dich für Deine Sporteinheit vorbereitest, denke an das Schöne, Deine persönliche Belohnung, nach dem Training, z.B. kannst Du dann wieder zurück auf die Couch und gleich mehrere Folgen Deiner Serie weiterschauen - plus Du hast ein gutes Gewissen, weil Du Deine Sportroutine nicht unterbrochen hast.

7. Tipp: Ziehe Deine Sportsachen an und GO (Ariane)

Bist Du erst einmal in Deinen Sportklamotten, überkommt Dich das Sport-Feeling von ganz allein. Du wirst viel mehr Antrieb haben, tatsächlich noch Sport zu treiben, wenn Du schon sportlich gekleidet bist, als wenn Du im Business oder Chill Outfit in den Tag startest (Laufvernarrt).

8. Tipp: Iss vor dem Sport eine Kleinigkeit (foodspring GmbH)


Es kann hilfreich sein, je nach Tagesform, Deinem Körper vor einer Trainingseinheit Energie in Form von Essen zuzuführen. Dies ist insofern sinnvoll, weil der Körper mit Zucker auf Hochtouren läuft, Du dadurch leistungsfähiger bist und beim Training an Deine Grenzen gehen kannst, was wiederum viele Kalorien verbrennt und Deine Muskeln strafft und definiert. Welche Nahrungsmittel sich hier am besten eignen, hängen zum Einen von Deinem Trainingsziel (Abnehmen, Muskeln aufbauen oder Ausdauer verbessern) ab und zum Anderen davon, welche Lebensmittel du verträgst bzw. am Besten verdauen kannst. Welche Nahrungsmittel das sind und welche Menge Du benötigst, musst Du selbst für Dich herausfinden. Achte auf leicht verdauliche Kost, z.B. eignen sich Bananen aufgrund des enthaltenen Magnesium sehr gut oder Obst und Trockenfrüchte, die Kohlenhydrate enthalten. (Vorsicht: hier sind keine kohlenhydrathaltige Produkte wie Cola und andere Snacks gemeint, diese geben zwar schnell und viel Energie, dessen Wirkung lässt aber auch genauso schnell wieder nach, was die Leistungsfähigkeit sinken lässt.)

9. Tipp: Oder Trainiere auf nüchternen Magen (Ariane)


Dieser Tipp widerspricht im ersten Augenblick dem vorherigen, aber auf den zweiten Blick wirst Du merken, dass wir Dir lediglich eine weitere positiv erwiesene Maßnahme für Deine Sportroutine aufführen. Es ist nämlich erwiesen, dass das Trainieren auf nüchternen Magen eine Reihe von Vorteilen aufweisen kann, z.B. das Ankurbeln der Fettverbrennung (AOK-Bundesverband GbR). Aus einer Studie eines britischen Forscherteams von der University of Bath, die 2019 veröffentlicht wurde, geht sogar hervor, dass nüchtern trainieren die Fettverbrennung nicht nur begünstigt, sondern sogar beschleunigt – und zwar um das Doppelte. Die Untersuchungen ergaben außerdem, dass durch ein richtiges Zusammenspiel von Ernährung und sportlicher Betätigung der Zeitpunkt des Trainings keine Rolle spielt. Hervorgehoben wurde wiederum der enorme Gesundheitsgewinn durch ein Training auf nüchternen Magen. Dies liegt den Forschern zufolge daran, dass der Körper besser auf Insulin anspricht, wenn er nüchtern ist. Dadurch seien Risiken wie an Diabetes oder Herzleiden zu erkranken möglicherweise geringer (FITBOOK.de). Sportwissenschaftler Dr. Dr. Michael Despeghel sieht im nüchtern trainieren ebenfalls viele positive Effekte, betont aber auch, dass das Trainingsziel hierbei eine große Rolle spielt. Fürs Abnehmen sei das Training auf nüchternen Magen in Kombination mit der richtigen Ernährung eine gute Möglichkeit, da hierdurch die Fettverbrennung optimiert wird. Um jedoch Muskeln aufzubauen sollte man vor der Trainingseinheit essen (FITBOOK.de).


Eine Frau trinkt Wasser während des Workouts

Generell gilt: Über den ganzen Tag verteilt genug trinken und für Dich selbst herausfinden, welche Methode (vor dem Sport essen oder nüchtern trainieren) für Dich am Besten geeignet ist (runtastic GmbH).



10. Tipp: Finde Abwechslung beim Sport (Ariane)


Ein Mix von Ausdauer- und Kraftsport, Einzel- und Mannschaftssport, Schläger- und Ballsport oder Yoga und HIIT - egal welche Kombination Dir persönlich vorschwebt, probier es unbedingt aus!



Versuche Deine Lieblingssportarten zu kombinieren, um zum Einen die Freude und Motivation am Sport zu behalten und zum Anderen, um Deinen Körper gleichmäßig und nicht einseitig zu trainieren und vor allem keine Muskelgruppen zu vernachlässigen. An dieser Stelle können auch das Anschauen von Youtube Videos oder Highlights Videos Deiner Lieblingssportart vor Deinem eigenen Training motivieren sportlich loszulegen (Mikel). Du wirst merken, dass Dir eine derartige Abwechslung sowohl körperlich als auch seelisch gut tun wird. Gleichzeitig trittst Du auf diese Weise mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt und kannst soziale Kontakte knüpfen und Freundschaften entstehen lassen. Möglicherweise entdeckst Du auf diese Weise neue Sportarten oder Sportmethoden für Dich, die Dir bei Deiner individuellen Sportroutine helfen.

Und war was dabei, was Dich persönlich anspricht oder was Du unbedingt mal ausprobieren möchtest?