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Die 5 größten Fehler vor dem Marathon

Updated: Aug 15, 2019


Foto-Quelle: Unsplash (Kendal James - 634329)

Ein Marathon gehört definitiv zu den großen Herausforderungen eines Läufers. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, solltest Du einige Dinge berücksichtigen. Das Laufen liegt im Grunde genommen jedem einzelnen von uns von Geburt an im Blut. Aber auch beim Laufen kann man Fehler machen und sich damit selbst Steine in den Weg legen. Diese Fehler verstärken sich, wenn man einen (Halb-)Marathon angehen möchte. Damit Dir das nicht passiert, erklären wir nachfolgend die 5 größten Fehler, die 95% aller Hobbysportler begehen:


1. Du trainierst ohne (ausgewogenes) Konzept


Wir erleben im Moment einen Fitness-Boom. Superfoods und Proteinshakes gibt es in jedem Discounter, Fitness-Center schießen wie Pilze aus dem Boden und jeder möchte fit und gesund sein. Das ist super!


Aber viele Menschen hecheln nun ohne ein vernünftiges Konzept ins Fitness-Studio oder auf die Laufstrecke. Dabei vergessen sie aber leider oft eines: Ein gutes Training setzt sich aus 5 Komponenten zusammen:


● Kraft

● Ausdauer

● Beweglichkeit

● Koordination

● Schnelligkeit


Ein gutes Fitness-Programm muss daher ausgewogen sein – nur Laufen ist letztlich genauso ineffektiv, wie nur Gewichte zu stemmen. Und damit gehen wir direkt über zu Fehler Nummer 2 …


2. Du trainierst ohne Plan


Jogginghose an, Schuhe schnüren und loslaufen – ganz easy, oder?

Moment!


Überleg mal, wie es war, als Du zum letzten Mal etwas ganz neu angefangen hast. Hast Du da einfach losgelegt und hast vom ersten Moment an fehlerlos beherrscht, was Du tun wolltest? Wahrscheinlich nicht.


Weißt du noch, wie es war, Schwimmen oder Fahrradfahren zu lernen?


Du hast klein angefangen. Du bist vielleicht vom Fahrrad gefallen. Du musstest mehr als einmal absteigen und hast sicher jemanden gehabt, der Dir geholfen hat.

Das gilt erst recht für eine Mammut-Aufgabe wie einem (Halb-)Marathon! Du brauchst einen guten Trainingsplan, der auf Dein Level und Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Im besten Fall erstellst Du diesen Plan gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer.


Ein kleiner Tipp: Alle 8 – 12 Wochen sollte der Trainingsplan angepasst werden, da sich dein Körper sonst an die Belastung gewöhnt und Du keine Fortschritte machen wirst.

Apropos Fortschritte… um die zu erreichen begehen viele Hobbysportler Fehler Nummer


3. Du überlastest Dich


Einfach planlos in die Laufschuhe schlüpfen und 10 Kilometer am Stück laufen – kein Problem, denkst Du jetzt vielleicht.


Doch!


Ein großes Problem, gerade für Anfänger, ist die Überlastung. 85% aller Verletzungen im Laufsport sind Folge von Überlastung. Von ambitionierten Sportlern, die zu schnell zu viel auf einmal von sich und ihrem Körper verlangen. Das gilt es also unbedingt zu vermeiden.


Denn eine Sportverletzung wirft Dich in Deinem Training weit zurück, Du wirst Tage, oft wochenlang nicht oder nur eingeschränkt trainieren können und Dein Fortschritt verpufft. Denn nach einer Trainingspause kannst Du nicht einfach da weitermachen, wo Du aufgehört hast, sondern musst die Intensität schrittweise wieder erhöhen.


Dein Körper ist nicht unzerstörbar und keine Maschine. Übermäßige Belastung schadet oft mehr, als dass sie nutzt. Nicht nur Dein Herz-Kreislaufsystem wird überlastet, sondern Dein gesamter Bewegungsapparat. Knochen, Bänder und Sehnen brauchen Zeit, sich an die neue Belastung zu gewöhnen, ansonsten riskierst Du schmerzhafte Verletzungen wie Bänderzerrungen, Muskelfaserrisse oder Sehnenentzündungen.Dabei ließe sich das einfach verhindern, wäre da nicht Fehler Nummer 4.


4. Du verzichtest auf Beratung


Heutzutage findet man zu fast allem Beratungen und Meinungen im Internet. Jeder kann sich Experte nennen.


Wenn Du krank bist, googelst Du zwar sicher auch hin und wieder die Symptome (und meistens hast Du laut dem Internet dann Krebs), aber dann gehst du trotzdem zu einem Arzt. Das gilt für medizinische Fragen ganz genauso, wie fürs Laufen.


Unser Rat: Such Dir jemanden, der wirklich Erfahrung in seinem Gebiet hat. Geh nicht einfach irgendwo hin, sondern such Dir einen Experten auf diesem Gebiet, der Laufanalysen anbietet und wirklich Fachwissen im Laufsport besitzt und die Bedürfnisse und Anforderungen von Läufern genau kennt und diese durch wissenschaftliche Studien sogar untermauern kann. Denk immer daran: Es geht um Deine Gesundheit.


Spare nicht am falschen Ende. Und damit sind wir auch schon bei Fehler Nummer 5.


5. Du setzt auf die Sparflamme


Ja, Laufen ist einfach und mit eine der kostengünstigsten Sportarten überhaupt. Aber wie Du bei den anderen vier Fehlern schon gesehen hast, kann unüberlegtes Handeln unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Es lohnt sich also, etwas Geld zu investieren.


Eine vernünftige (Erst-) Beratung von einem erfahrenen Coach und die für Dich richtigen Laufschuhe sind das A und O – denn sonst riskierst Du, wie schon gesagt, Verletzungen, die im schlimmsten Fall dauerhaft sind und Dich Dein Leben lang beeinträchtigen werden.


Tu Dir und Deinem Körper einen Gefallen und investiere in eine solide Grundausstattung. Du sparst vielleicht im ersten Moment viel Geld, wenn Du Deine Laufschuhe nicht im Fachgeschäft, sondern beim Discounter im Sonderangebot und ohne Unterstützung eines erfahrenen Trainers kaufst, aber gemessen an den gesundheitlichen Schäden, mit denen Du möglicherweise viele Jahre zu kämpfen hast, solltest Du Dir gut überlegen, ob die einmalig hohe Investition nicht doch sinnvoll angelegtes Geld ist.


Übrigens: Auch ein guter Laufschuh nutzt sich mit der Zeit ab. Wann der Schuh ‚durchgelaufen‘ ist, hängt zwar hauptsächlich davon ab, wie viele Kilometer Du in ihm gelaufen bist, aber auch Deine Fußform und dein Gewicht spielen eine Rolle. Als grober Richtwert lässt sich sagen, dass Du Dir alle 1.000 – 2.000 Kilometer ein neues Paar Laufschuhe gönnen solltest. Denn auch ein guter Laufschuh erhöht, wenn er abgenutzt ist, das Risiko von Verletzungen – bis hin zu Fehlstellungen des Beckens, die nur mühsam wieder korrigiert werden können.


Dein Weg zum erfolgreichen (Halb-)Marathon


Laufen ist ein toller Sport. Mit einem ausgewogenen Trainingsplan und der Unterstützung durch einen Experten lassen sich die meisten Stolperfallen umgehen. Und dann ist es eben doch ganz einfach. Sporthose an, Laufschuhe schnüren und los geht’s. Auch beim (Halb-)Marathon. Wir bringen Dich gesund & glücklich ins Ziel!


(Autor: Wieland Heiser)

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